'Spurensuche. Der NS-Anwalt und Judenretter Helmut Pfeiffer'

 

Ein Blick in die Verlagsankündigungen läßt vermuten, dass jeder von uns auf seinem Dachboden einen Koffer mit den kompletten Geschichten seiner Vorfahren liegen hat. Mit allen Briefen hin und zurück, einer Fülle von Fotos, Erinnerungsstücken, Tagebüchern etc.

 

Es scheint so leicht, eine besondere, aber bisher unbekannte, Geschichte aufzuarbeiten. Doch das ist die Ausnahme. In der Realität sind nur noch Fragmente erhalten, die ahnen lassen, was vielleicht gewesen ist.

 

Was tut man in so einem Fall? Gar nichts, weil das Material nicht gut genug ist?

 

Damit gerät das besondere Leben in Vergessenheit, das es wert wäre, erinnert zu werden, gewürdigt zu werden.

 

Oder man könnte  alles Fehlende erfinden und zu einem Roman verarbeiten.

 

Ich mache es anders: Bei meinem Manuskript handelt es sich um eine erzählende Dokumentation, die mit einem Zufallsfund in einem Archiv beginnt und zu drei Jahren intensiver Recherche führte.

 

Der Leser darf mir dabei über die Schulter schauen, mit mir in Archive und Bibliotheken gehen, euphorisch tänzeln oder geknickt wieder nach Hause schleichen - je nach Ausbeute -, meine Spekulationen mitverfolgen und die ganze Bandbreite der Suche miterleben.


Am Ende weiß er eine Menge über Pfeiffer, über das Dritte Reich insgesamt und über das harte Los eines recherchierenden Journalisten. 200 Seiten - ziemlich spannend, manchmal paradox, manchmal sogar komisch. Wenn man mit dem Lesen begonnen hat, kann man es nicht mehr weglegen.

 

Helmut Roland Heinrich Pfeiffer
(* 2. November 1907 in Eiringhausen bei Plettenberg, Westfalen; † 17. April 1945 in Kopenhagen)
war ein deutscher Jurist und SS-Offizier, der vom NS-Regime verfolgte Menschen rettete.

Die Zusammenfassung seines Lebens ist hier (Link zu Wikipedia).


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