Aktuelles

14. December 2015

Quellen können sich irren

Historische Quellen sind wertvoll und lehrreich. Dennoch können sie irren. Die Gründe dafür sind vielfältig: Übersetzungsfehler, Missverständnisse, menschliche Vergeßlichkeit, pure Angeberei ...   Ein plakatives Beispiel für einen Irrtum ist der Jahresbericht über den IFA-Kongress im Mai 1956: "The Vatican had planned to decorate Prof. H.H. Knaus/Vienna with the Order of the Holy Lamb for his scientific contribution to mankind. ... The most honourable decoration, the greatest decoration of the Vatican, was never bestowed upon Knaus." Knaus hatte die Audienz nämlich geschwänzt.   Die erste ... weiterlesen


06. April 2015

Genealogical Basics: Mc Mannus & Kreysa sind auch richtig

Die Schreibweise von Familiennamen war über die Jahrhunderte keineswegs einheitlich, ja ist es auch heute nicht. So sehe ich ‚Gräser’, ‚Kreysa’ und ‚Kaiser’ auf meinen Briefumschlägen genauso wie ‚Mc Mannus’, ‚Mac Manus’ und ‚Mac Manners’. Es ist gut, das bei der Suche nach seinen Ahnen im Blick zu behalten. Viele Datenbanken bieten eine phonetische Suche bzw. erstrecken die Suche von sich aus auf ähnlich geschriebene Namen. Aber man sollte sich nicht darauf verlassen, sondern selbst die Namen variieren, nach denen man sucht.   Unterschiedliche Schreibweisen können aus vielerlei Gründen ... weiterlesen


27. March 2015

Genealogische Basics: Verleihung von Adelstiteln

Der Maler Victor von Eckhardt erzählte gerne, wie seine Familie den Adelstitel erhielt: Sein Urgroßvater, Philipp Eckhardt 1737 - 1817 stammte aus Pressburg und wurde von Kaiser Franz 1814 in den Adelsstand erhoben. "Durch seine Klugheit und Entschlossenheit hat er im Jahre 1796, wo der Feind bei Offenburg und Rastadt über den Rhein gieng und Unsere Armée sich nach Ravensburg zog, ohnerachtet der Feind alle umliegenden Strassen und Ortschaften besetzt hatte, sechsmahl hunderttausend Gulden glücklich in die Kriegskassa zu Heidelberg, und eben so eine Geld Rimesse pr. dreymahl ... weiterlesen


06. May 2011

Suche im Efeudschungel

Wie eine Dschungelexpedition verlief die Suche nach den Grabsteinen von Dorits Familienangehörigen. Aus Israel schickte sie ein paar Namen und Jahreszahlen. Nach eingehender Datenbanksuche und Telefonaten mit Archivaren konnten die Gräber identifiziert werden. Doch in natura war dann alles ganz anders, denn Efeu-Wildwuchs hatte die Inschriften bis zur Unkenntlichkeit zerfressen oder verdeckt. Nach zwei Anläufen mit dicken Handschuhen und einer Gartenschere sowie dank eines freundlichen Friedhofswächters ging alles gut aus und der Auftrag ist positiv abgeschlossen. weiterlesen


05. May 2011

Mabel Bidmead, 1905

In einem Antiquitätengeschäft in Bournemouth/England fand ich dieses wunderschöne Puppengeschirr - komplett mit Versandkarton. Es handelt sich um einen Gewinn, den die Zündholzfirma S.J. Moreland & Sons, „England’s Glory“ Match Works, Gloucester, Prize Depot (20, Great Charles Street, Birmingham) verschenkte, wenn man eine große Zahl von Etiketten gesammelt hatte.   Das Puppengeschirr ging an die kleine Miss Mabel Bidmead c/o Mrs. Bidmead, Hewood, Horncombe near Chard, Somerset.   Das macht mich neugierig: Wer weiß etwas über Mabel Bidmead? weiterlesen


27. May 2010

Hermann Knaus: Detektiv der fruchtbaren Tage

Mit der Aufklärung von drei Naturgesetzen half Knaus zuerst der Medizin und nachfolgend den Paaren in der ganzen Welt, die Fruchtbarkeit besser zu verstehen: Zum einen ging es um die Befruchtbarkeit der menschlichen Eizelle zum anderen um die Befruchtungsfähigkeit der menschlichen Samenzelle und drittens um den konstanten Zeitabstand zwischen Eisprung und nachfolgender Menstruation.   Was nach nüchternen naturwissenschaftlichen Tatsachen klingt, hat bekanntlich über Jahrzehnte hohe Wellen ausgelöst und unsere Vorstellungen revolutioniert.   Am leichtesten akzeptiert wurde die ... weiterlesen


11. May 2010

Erfolgreiche Familienrecherche

„Meiner österreichischen Großmutter ist es 1936 in der Steiermark zu eng geworden und sie ist aus Abenteuerlust nach England ausgewandert; dabei hat sie zu Hause ihr uneheliches Kind zurückgelassen. Mehr wissen wir nicht“, begann die Anfrage eines australischen Auftraggebers im Februar 2010. „Ich maile Ihnen den Pass und den Heimatschein meiner Großmutter. Können Sie meine österreichischen Verwandten ausfindig machen?“   Das Glück war mir hold – im April hatte ich die verschollene Tante Rosalia aufgestöbert! Pfarrbücher, Gemeindearchive und ein Nachbar mit gutem Gedächtnis hatten mich ... weiterlesen