04. October 2010

Familienerinnerungen festhalten

Sicher ist es interessant, wann Opa sein Examen abgelegt hat und wo Tante Doris zur Schule ging. Aber erinnerungswürdig sind eher die persönlichen Eigenschaften und Erlebnisse, die Vorlieben und Gewohnheiten: „Bei meiner Mutter konnte man vorhersagen, wenn sie krank wurde: Dann begann sie nämlich, alle Schubladen aufzuräumen.“ Oder: „Wenn meine Großmutter über Politik sprechen wollte, dann schloss sie vorher das Fenster, damit niemand mithören konnte. Diese Gewohnheit behielt sie auch noch bei, als schon lange keine Gefahr mehr drohte.“ Oder: „Schuhekaufen war für mich immer ein ... weiterlesen


18. August 2010

Fliegen macht dick!

Vielflieger kennen das: ‚Zeitnah’ zum Flughafen, die Bordkarte schon ausgedruckt, kein großes Gepäck, beim Security Check weder Flasche noch Messer, zum Gate gehetzt, Handy abgedreht, angeschnallt, durchgeatmet, abgeflogen. Eine Stunde bis zum Landeanflug, anschließend ist wieder volles Programm. Jetzt wäre es Zeit, eine Kleinigkeit zu essen, die den Magen nicht beschwert und gesund ist. Zum Beispiel ... was eigentlich?   Ein Sackerl Studentenfutter? 100 g enthalten ca. 470 Kalorien, also so viel wie eine normale Hauptmahlzeit. 1 Glas Orangensaft? 100 Kalorien.  Die ‚Wellness-Aktion’ um ... weiterlesen


25. August 2010

"Im Ernstfall hat nur Einfaches Erfolg"

Der Auftrag: Für die Mitarbeiter und Geschäftspartner des familiengeführten Drägerwerks (ca. 11.000 Mitarbeiter weltweit, Stammhaus in Lübeck) sollte ich einen der 'Gründerväter' greifbar machen: Dr. Ing. h.c. Bernhard Dräger (1870-1928).   „Die Kunst des Erfindens brauchte er nicht zu lernen“, charakterisierte sein Vater das Talent des Sohnes, „diese Gabe hatte ihm eine gütige Fee in die Wiege gelegt.“ Seine ersten Erfindungen betrafen ‚Bierdruckapparate’, in den 1880erjahren die große Sensation in Gastwirtschaften. Doch weil der Druck in den eisernen Kohlensäureflaschen abfiel, bevor das ... weiterlesen


07. December 2010

Abschluß von: Selbst schuld, wer mit der Lot fliegt.

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Anfang Jänner 2010 - Sieben Stunden Zwangsaufenthalt am Flughafen Warschau. Was, der Passagier regt sich darüber auf? Es steht ja nirgends, dass zusätzliche Sicherheitskontrollen für Transitpassagiere aus EU-Ländern nur in Verdachtsfällen durchgeführt werden dürfen – als Disziplinierungsmassnahmen eignen sie sich vortrefflich: „Wir dürfen das!“ Inklusive Schuhe ausziehen. Nein, Schuhlöffel zum Wiederanziehen haben wir nicht und Englisch verstehen wir leider jetzt auch nicht. Na so was, der lästige Fluggast will den Supervisor sprechen? Aber gerne! Es wird nur leider etwas dauern, denn der ... weiterlesen


11. May 2010

Angehörige während der NS-Zeit

Aus Ecuador kam die Bitte um Unterstützung bei der Suche nach der letzten Wohnadresse von jüdischen Verwandten im Jahr 1942. Mein Weg führte mich von der Wiener Friedhofsdatenbank zum  Verlassenschaftsakt eines geschiedenen Ehemannes im Wiener Stadt- und Landesarchiv (Gasometer) über die Namen der Kinder und schließlich ins Grundbuch. Eigentum ließ sich nicht nachweisen und die Frist für Restitutionsanträge wäre inzwischen ohnehin endgültig abgelaufen. Doch die gefundenen Dokumente ergänzten den Familienstammbaum und meine Fotos vom Haus, in dessen Sammelwohnungen die jüdischen Verwandten ... weiterlesen


17. May 2010

Genealogische Basics: Welcher Wochentag war es?

Beim Studium historischer Dokumente kann es wichtig sein, zu einem Datum den entsprechenden Wochentag zu wissen. Das ist im Prinzip für jedes Datum seit Beginn der christlichen Zeitrechnung (5. Oktober 1582) recht einfach, denn an diesem Tag trat der von Papst Gregor eingeführte ‚Gregorianische Kalender’ in Kraft. Seither verhindern Schaltjahre, dass wichtige Daten im Laufe der Jahrhunderte zu stark vom Lauf der Sonne abweichen. Daher ist alle 4 Jahre der Monat Februar um 1 Tag länger. In den vollen Jahrhunderten fällt  das Schaltjahr aus; lediglich alle 400 Jahre wird es dazwischengeschoben, ... weiterlesen


17. May 2010

Genealogische Basics: Überformate bewältigen

Wo es möglich und erlaubt ist, wird man historische Dokumente kopieren oder scannen. Dabei kann eine unerwartete Schwierigkeit auftreten: Abweichende Papierformate – zu breit, zu lang oder beides. Unsere Kopiergeräte und Scanner sind auf die Standardgrößen A4 (210 mm x 297 mm) und A 3 (297 mm x 420 mm) ausgelegt.   Diese Normgrößen für Papierformate gelten aber erst seit 1922 und verbreiteten sich auch dann nur allmählich. Das System wurde vom Berliner Ingenieur Dr. Walter Porstmann entwickelt und fußt auf der fortlaufenden Halbierung des Ausgangsformates A0, dessen Fläche 1 Quadratmeter ... weiterlesen


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