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Anfang Jänner 2010 - Sieben Stunden Zwangsaufenthalt am Flughafen Warschau. Was, der Passagier regt sich darüber auf? Es steht ja nirgends, dass zusätzliche Sicherheitskontrollen für Transitpassagiere aus EU-Ländern nur in Verdachtsfällen durchgeführt werden dürfen – als Disziplinierungsmassnahmen eignen sie sich vortrefflich: „Wir dürfen das!“ Inklusive Schuhe ausziehen. Nein, Schuhlöffel zum Wiederanziehen haben wir nicht und Englisch verstehen wir leider jetzt auch nicht. Na so was, der lästige Fluggast will den Supervisor sprechen? Aber gerne! Es wird nur leider etwas dauern, denn der ist... mehr lesen

Sicher ist es interessant, wann Opa sein Examen abgelegt hat und wo Tante Doris zur Schule ging. Aber erinnerungswürdig sind eher die persönlichen Eigenschaften und Erlebnisse, die Vorlieben und Gewohnheiten: „Bei meiner Mutter konnte man vorhersagen, wenn sie krank wurde: Dann begann sie nämlich, alle Schubladen aufzuräumen.“ Oder: „Wenn meine Großmutter über Politik sprechen wollte, dann schloss sie vorher das Fenster, damit niemand mithören konnte. Diese Gewohnheit behielt sie auch noch bei, als schon lange keine Gefahr mehr drohte.“ Oder: „Schuhekaufen war für mich immer ein... mehr lesen

Der Auftrag: Für die Mitarbeiter und Geschäftspartner des familiengeführten Drägerwerks (ca. 11.000 Mitarbeiter weltweit, Stammhaus in Lübeck) sollte ich einen der 'Gründerväter' greifbar machen: Dr. Ing. h.c. Bernhard Dräger (1870-1928).   „Die Kunst des Erfindens brauchte er nicht zu lernen“, charakterisierte sein Vater das Talent des Sohnes, „diese Gabe hatte ihm eine gütige Fee in die Wiege gelegt.“ Seine ersten Erfindungen betrafen ‚Bierdruckapparate’, in den 1880erjahren die große Sensation in Gastwirtschaften. Doch weil der Druck in den eisernen Kohlensäureflaschen abfiel, bevor das... mehr lesen

Vielflieger kennen das: ‚Zeitnah’ zum Flughafen, die Bordkarte schon ausgedruckt, kein großes Gepäck, beim Security Check weder Flasche noch Messer, zum Gate gehetzt, Handy abgedreht, angeschnallt, durchgeatmet, abgeflogen. Eine Stunde bis zum Landeanflug, anschließend ist wieder volles Programm. Jetzt wäre es Zeit, eine Kleinigkeit zu essen, die den Magen nicht beschwert und gesund ist. Zum Beispiel ... was eigentlich?   Ein Sackerl Studentenfutter? 100 g enthalten ca. 470 Kalorien, also so viel wie eine normale Hauptmahlzeit. 1 Glas Orangensaft? 100 Kalorien.  Die ‚Wellness-Aktion’ um... mehr lesen

„In einem Telefonbuch steckt der Roman einer Stadt“, sagt der Autor Hartmut Jäckel, der sich mit dem Berliner Fernsprechbuch von 1941 auseinandergesetzt hat. Telefonbücher sind ausgezeichnete, billige und leicht zugängliche Recherchehilfen. Das erste offizielle Telefonverzeichnis Österreichs erschien Ende 1881 mit der Eröffnung der ersten Wiener Fernmeldezentrale. Das allererste deutsche Telefonbuch stammt ebenfalls von 1881 und  enthält bereits 185 Nummern samt Namen, Vornamen und Adressen von Berliner Teilnehmern.   Auch ältere Telefonbücher sind im allgemeinen in lokalen Büchereien zu... mehr lesen