Aktuelles

25. January 2018

Clara, geb. 1912

Aus einem Familienarchiv: Clara, geboren 1912. Ihr Vater wollte eigentlich einen Buben, der das Weingut weiterführen sollte. Auch die schöne Mutter war an ihr wenig interessiert. Während des Studiums verliebte sie sich in einen Hallodri, dem sie über den halben Erdball folgte. Das ging gründlich schief. Doch nun hatte die Pechsträhne ein Ende: Sie traf den richtigen Mann, baute mit ihm ein Unternehmen auf, bekam Kinder, war angesehen und konnte ihre Fähigkeiten und Talente nützen. Dazu gibt es jede Menge Fotografien aus 80 Lebensjahren, aufgeschriebene Erinnerungen, Briefe. ... weiterlesen


22. December 2017

Aus einem Strafprozessakt

Manchmal sind Archivrecherchen schwer auszuhalten, weil die Schicksale sehr berühren und die Ungerechtigkeit mit Händen zu greifen ist. Hier ein Beispiel aus den 1950ern, unlängst gefunden in einem Wiener Archiv: Die Frau bezieht nur eine kleine Witwenrente und hat bereits 2 Kinder. Weil sie kein drittes ernähren kann, entschliesst sie sich zu einer Abtreibung und wird angezeigt. Da sie aber seit der Tat ein weiteres Kind geboren hat und schon wieder schwanger ist, kann das Gericht einen 'Gesinnungswandel' und eine 'Besserung ihrer Moral' erkennen und die Kerkerstrafe (!) auf ... weiterlesen


14. December 2015

Quellen können sich irren

Historische Quellen sind wertvoll und lehrreich. Dennoch können sie irren. Die Gründe dafür sind vielfältig: Übersetzungsfehler, Missverständnisse, menschliche Vergeßlichkeit, pure Angeberei ...   Ein plakatives Beispiel für einen Irrtum ist der Jahresbericht über den IFA-Kongress im Mai 1956: "The Vatican had planned to decorate Prof. H.H. Knaus/Vienna with the Order of the Holy Lamb for his scientific contribution to mankind. ... The most honourable decoration, the greatest decoration of the Vatican, was never bestowed upon Knaus." Knaus hatte die Audienz nämlich geschwänzt.   Die erste ... weiterlesen


06. April 2015

Genealogical Basics: Mc Mannus & Kreysa sind auch richtig

Die Schreibweise von Familiennamen war über die Jahrhunderte keineswegs einheitlich, ja ist es auch heute nicht. So sehe ich ‚Gräser’, ‚Kreysa’ und ‚Kaiser’ auf meinen Briefumschlägen genauso wie ‚Mc Mannus’, ‚Mac Manus’ und ‚Mac Manners’. Es ist gut, das bei der Suche nach seinen Ahnen im Blick zu behalten. Viele Datenbanken bieten eine phonetische Suche bzw. erstrecken die Suche von sich aus auf ähnlich geschriebene Namen. Aber man sollte sich nicht darauf verlassen, sondern selbst die Namen variieren, nach denen man sucht.   Unterschiedliche Schreibweisen können aus vielerlei Gründen ... weiterlesen


27. March 2015

Genealogische Basics: Verleihung von Adelstiteln

Der Maler Victor von Eckhardt erzählte gerne, wie seine Familie den Adelstitel erhielt: Sein Urgroßvater, Philipp Eckhardt 1737 - 1817 stammte aus Pressburg und wurde von Kaiser Franz 1814 in den Adelsstand erhoben. "Durch seine Klugheit und Entschlossenheit hat er im Jahre 1796, wo der Feind bei Offenburg und Rastadt über den Rhein gieng und Unsere Armée sich nach Ravensburg zog, ohnerachtet der Feind alle umliegenden Strassen und Ortschaften besetzt hatte, sechsmahl hunderttausend Gulden glücklich in die Kriegskassa zu Heidelberg, und eben so eine Geld Rimesse pr. dreymahl ... weiterlesen


06. May 2011

Suche im Efeudschungel

Wie eine Dschungelexpedition verlief die Suche nach den Grabsteinen von Dorits Familienangehörigen. Aus Israel schickte sie ein paar Namen und Jahreszahlen. Nach eingehender Datenbanksuche und Telefonaten mit Archivaren konnten die Gräber identifiziert werden. Doch in natura war dann alles ganz anders, denn Efeu-Wildwuchs hatte die Inschriften bis zur Unkenntlichkeit zerfressen oder verdeckt. Nach zwei Anläufen mit dicken Handschuhen und einer Gartenschere sowie dank eines freundlichen Friedhofswächters ging alles gut aus und der Auftrag ist positiv abgeschlossen. weiterlesen


05. May 2011

Mabel Bidmead, 1905

In einem Antiquitätengeschäft in Bournemouth/England fand ich dieses wunderschöne Puppengeschirr - komplett mit Versandkarton. Es handelt sich um einen Gewinn, den die Zündholzfirma S.J. Moreland & Sons, „England’s Glory“ Match Works, Gloucester, Prize Depot (20, Great Charles Street, Birmingham) verschenkte, wenn man eine große Zahl von Etiketten gesammelt hatte.   Das Puppengeschirr ging an die kleine Miss Mabel Bidmead c/o Mrs. Bidmead, Hewood, Horncombe near Chard, Somerset.   Das macht mich neugierig: Wer weiß etwas über Mabel Bidmead? weiterlesen


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