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Susanne Krejsa MacManus' Fingerübungen

3/2013: Gefahr auf der Hirnbrecherstiege

Hallo ###USER_email###,

als ich an die Uni kam wollte ich gerne Medizin studieren. Doch der riesige Studentenandrang schreckte mich ab und ließ mich stattdessen Biologie wählen, damals in wahrsten Sinn ein ‚Orchideenfach’. Im Vergleich zu heute waren die Hörerzahlen an der medizinischen Fakultät eher ein Bächlein denn eine Sturmflut. Aber sei’s drum, die Medizin war um eine Studentin ärmer; dennoch blieb ich ihr verbunden – beruflich und emotional.

Diese Einleitung braucht’s, um meinen heutigen Newsletter zu begründen: Medizin in Wien. Medizin ist allüberall. Man begegnet ihr auf Schritt und Tritt:

Nicht nur in der ‚Lazarettgasse’ (9. Bezirk) und der ‚Spitalgasse’ (9.).

Beginnen wir in der 'Kopfgasse' (5. ) - behaart ('Haarhof', 1.), kahl ('Glatzgasse', 19., 'Kahlgasse', 21.) oder sogar mit ‚Untermietern’ (‚Schuppengasse’, 23., ‚Skabiosenweg’, 22., den Spötter gerne ‚Skabiesweg’ nennen).

Von da geht's abwärts: ‚Blindengasse’ (8.), ‚Nasenweg’ (19.), ‚Taubstummengasse’ (4.), ‚Schluckergasse’ (13.), ‚Hustergasse’ (14.) und ‚Schwindgasse’ (4.).

Weiter geht’s in der Anatomie: ‚Gallgasse’ (5.), ‚Leberstrasse’ (3.) und ‚Leberweg’ (11.); dass der Leber gleich zwei Verbindungswege gewidmet werden mussten, hat wohl mit der Existenz der 'Gluckgasse' (1.) zu tun. Weiter geht’s mit der ‚Herzgasse (10.)’, der Fingergasse (10.) und der ‚Schultergasse’ (1.), der ‚Blutgasse’ (1.) und dem ‚Markweg’ (22.).

Nausea: Für Quelle klicken

Wenn Ihnen ob dieser Aufzählung ein bisschen flau im Magen geworden ist, kann ich zwar keine ‚Magengasse’ anbieten, dafür aber eine ‚Nauseagasse’ (16.). Setzen Sie sich schnell hin, sonst landen Sie vielleicht noch in der ‚Arztgasse’ (22.) oder der ‚Wundtgasse’ (5.), der ‚Fallgasse’ (6.) und nach erfolgtem Sturz im ‚Kallusweg’ (21.). Ihre Schmerzen schildern Sie in der ‚Augasse’, (9.). Für unsere englischsprechenden Gäste kommt die ‚Illgasse’ (21.) in Frage.

Wieviel besser ist es doch, die Freuden des Lebens zu genießen - 'Wohllebengasse' (4.) - obwohl auch diese gefährlich werden können: Der ‚Venusweg’ (14.) führt leicht einmal von der ‚Jungferngasse’ (1.) in die ‚Wassermanngasse’ (21.).

Wer die ‚Parisergasse’ (1.) ignoriert, nimmt vielleicht bald die ‚Pressgasse’ (4.), von der die ‚Bäuerlegasse’ (20.) dann auch nicht mehr weit ist.

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Im einen wie im anderen Fall vergessen Sie nicht auf’s Honorar – auch Ärzte müssen leben: ‚Münzgasse’ (3.) und ‚Moosgasse’ (17.). Wer hingegen die ‚Schnorrgasse’ (5.) nimmt, sollte sich vor der ‚Hirnbrecherstiege’ (19.) hüten, sonst macht er vielleicht bald seinen letzten Hopser (Hopsagasse, 20.)

P.S. Ich geb's zu – ganz ausschließen kann ich nicht, dass meine medizinische Fantasie kreativer ist als die Gedanken der Stadtplaner, die für die Benennung der Strassen zuständig waren.

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