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Susanne Krejsa MacManus' Fingerübungen

6/2014: Danke nein!

„Wenn Sie mir Ihr Geburtsdatum verraten, bekommen Sie jährlich einen Gutschein, zusätzlich zu den sonstigen Benefits“, flötet die nette Strumpfverkäuferin und überredet mich solcherart, mehr von persönlichen Daten preiszugeben als ich eigentlich wollte. Aber wozu beantrage ich sonst eine Kundenkarte, wenn ich nicht von den Goodies Gebrauch machen will. Also lasse ich mir mein Geburtsdatum ‚abkaufen’.

Wozu brauchen die das? Um mir altersentsprechende Werbung zu schicken. Wahrscheinlich für Stützstrümpfe statt für Ringelsöckchen.

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Falls sie die verfügbaren Daten auswerten. Das ist allerdings nicht sicher: „Wenn Sie in Zukunft mit Flugzeug, Bus, Bahn, Rad oder Schiff verreisen wollen, sollten Sie den ÖAMTC-Schutzbrief erwerben“, fordert der Automobilclub alle 14 Tage meine Mutter auf. Dass sie auf Gehstock und Rollator angewiesen ist und daher eher nicht mit dem Rad verreisen wird, kann der ÖAMTC nicht wissen. Dass sie am 4. Februar 1920 geboren und daher jetzt 94 Jahre alt ist, allerdings schon. Daraus könnte er ableiten, dass die Aufforderung zum Erwerb des Schutzbriefes nicht gut ankommen wird. Wenn er sich sein Datenmaterial hin und wieder anschaut.

Es wäre mir peinlich, aufgrund dieser Zeilen für eine Werbemuffelin gehalten zu werden. Ganz im Gegenteil: Ich habe Werbung gewissermaßen schon mit der Muttermilch aufgesogen, denn mein Vater zählte zu den österreichischen Werbepionieren. Nichts war für mich schöner, als unter seinem Schreibtisch zu sitzen und in bunten glänzenden Prospekten zu blättern.

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Dass man sich einmal mit aller Kraft gegen aufdringliche Werbung wird wehren müssen, war zu seiner Zeit unvorstellbar. Damit meine ich gar nicht Robinsonlisten oder ‚Werbeverzichtskleber’ am Postkasten.

Zweifellos seeehr hilfreich, wenn man ohnehin nach Hause fliegt!

Haben Sie sich schon einmal die Bordkarte angeschaut, die nach einem Web Check-in aus Ihrem Drucker kommt? Darauf prangt Werbung, die Sie nicht abbestellen können: Für Leihwagen, Hotelaufenthalte, Versicherungen oder anderes. Gedruckt auf Ihrem Papier. Mit Ihrer Tinte. Durch Umkopieren und anschließendes Bearbeiten der Bordkarte könnte man es vermeiden, aber wer tut sich schon diese Arbeit an?

Auch Kreditkarten-Firmen verkaufen den Platz auf ihren monatlichen Kontoauszügen gerne an werbetreibende Unternehmen. Kommt dann per pdf ins Haus und wird vom Kunden ausgedruckt. Dagegen kann man sich allerdings wehren! Eine email an das Kreditkartenunternehmen mit der Aufforderung, den entsprechenden Anteil an den Werbeeinnahmen an mich weiterzugeben, bewirkte in meinem Fall ein Wunder! Nein, Geld hat es mir nicht gebracht, aber seither bekomme ich werbefreie Monatsabrechnungen.

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