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Susanne Krejsa MacManus' Fingerübungen

10/2010: Kennst di aus ???

Hamburg, 2010

Heute gibts den 'zurückliegenden Ausgang' und andere unfreiwillige Schmankerl öffentlicher Kommunikation.

Aber auch leichte, spielerische Ideen, die zeigen wie man sich verständlich machen kann, wenn man sein Handwerk beherrscht ;-)

Und hier ein Beispiel aus Wiens 'amtlichem' Angebot für Touristen aus aller Welt, der Vienna Ring Tram. In der kurzen Zeit von 30 Minuten bekommt der Gast aus der Fremde - vielleicht aus Atlanta, Almati, Amsterdam, Amstetten oder Athen angereist - nicht weniger als 72 Ansagen an den Kopf geworfen. Aber nicht nur zu viel, sondern auch ganz und gar nicht hör-tauglich:

Die Antwort auf die einfache Frage 'Welches Gebäude ist das?' lautet dann zum Beispiel so:

"Links befindet sich nach dem Stephansdom - Wo ist hier der Stephansdom?? - die zweitgrößte Kirche Wiens, die neugotische Votivkirche, bei deren Entwurf sich Heinrich Ferstel - Wer ist Heinrich Ferstel? - vom Kölner Dom - Sind wir jetzt in Köln? - inspirieren ließ." (Station Schottentor)

Noch eins, diesmal von der Station Schwarzenbergplatz: "Links vor (!!) dem berühmten Hotel Imperial mit seiner weißgelben Fassade, zu dessen Gästen auch Queen Elisabeth II. und die Rolling Stones zählten, erblickt man kurz (!)  die Karlskirche mit ihrer imposanten Kuppel, ein Hauptwerk des berühmten Barock-Architekteen Fischer von Erlach." Bis der Satz zu Ende gehört und im Hirn angekommen ist, hat die Strassenbahn schon gut und gern die Oper erreicht.

 

Selbst als Wiener hat man hier Verständnisschwierigkeiten. Warum? Ganz einfach: Der Text ist offenbar am Papier entstanden und niemals an der Praxis überprüft worden.


Fahrscheinautomat, Wien-Liesing, Oktober 2010

Zum Glück gibts auch sehr gelungene Beispiele aus dem öffentlichen Raum!



Ein Härtetest für kreative Kommunikation ist die London Underground,  die täglich von 2,67 Millionen Fahrgästen aller Sprachen, Bildungsgrade und Herkunftsländer benützt wird; an Spitzentagen sind es sogar bis zu 3,4 Millionen.

London, 2004 (links) und 2010

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